|
Ziel des Vereins ist es, bedürftigen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich in Eigenleistung ein Heim in einfacher Bauweise zu schaffen. Die Grundstücke für die Häuser sowie die Strom- und Wasserversorgung stellt die Gemeinde zur Verfügung. Überzeugt von diesem Konzept, fand der Verein kurze Zeit später Unterstützung in Deutschland, dem späteren Partnerverein „Casa Nova“ (neue Häuser). Seit Dezember 1999 bemüht sich Casa Nova um die Entstehung eines Gemeinschaftshauses. Die brasilianischen Partner sind für den Bau des Hauses vor Ort zuständig – wir haben uns verpflichtet die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. In dem Gemeinschaftshaus soll u. a. eine Kinderbetreuung eingerichtet werden. Frauen planen, eine Nähwerkstatt zu gründen, durch die neue Arbeitsplätze entstehen. Das Gemeinschaftshaus wird Raum bieten für Versammlungen, Informations- und Fortbildungsveranstal- tungen zu Themen der Ernährung und Gesundheit. So kann die „Hilfe zur Selbst- hilfe“ immer weitere Kreise ziehen.
Bis Ende 2002 wurden 27 Häuser fertiggestellt – ein neues Zuhause für 200 Menschen. Noch stehen etwa 50 bedürftige Familien auf der Liste des Vereins. Die Zahl derer, die noch in unzumutbaren Unterkünften leben, liegt jedoch weitaus höher.
Die Menschen in Bela Vista sind ausgesprochen motiviert, ihre Lebenssituation zu verbessern. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie durch gemeinsames “Mutirao” (gegenseitiges Helfen) das Selbstbewusstsein der Bewohner des Armutsviertels wächst. Die Projekte sind bereits durch die Medien weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht worden,“ berichtet Sandra de Avila, Gründungsmitglied von Casa Nova e. V.
|